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Über die Geschichte der Deutschen in Russland (VII)

Teil I, II, III, IV, V, VI, VII

Deutsche im heutigen Russland

In Russland existieren mehrere Gemeinden und Siedlungen, die auf Grund historischer Begebenheiten deutsch geprägt sind.

Eine solche Siedlung ist zum Beispiel des Nationalkreis Asowo, ein Rayon der westsibirischen Oblast Omsk in Russland, der 28 Dörfer, die verwaltungstechnisch zu 8 ländlichen Siedlungen zusammengesetzt sind, umfasst und u. a. von über 5.000 Deutschen bewohnt wird.

Ein anderes Beispiel ist der deutsche Nationalkreis Halbstadt in der westsibirischen Region Altai. Es ist ein 1991 wieder geschaffener Rajon, deren Einwohner – etwa 18.000 Menschen – überwiegend deutschstämmig sind. Das Dorf Halbstadt, Namensgeber und Verwaltungszentrum des Kreises, zählt etwa 1.650 Seelen. Halbstadt war Ende des 19.Jahrhunderts von würtembergischen Auswanderern gegründet worden.

Die medial wohl bekannteste Siedlung ist das Dorf Strelna bei St. Petersburg. Das ehemalige „Russische Versailles“, das sich Zar Peter der Große spaßeshalber bauen ließ, wurde 1996 im Rahmen eines deutsch-russischen Regierungsausschusses zum Siedlungsprojekt “Neudorf“ für Deutsche aus den zentralasiatischen Republiken der UdSSR.

Heute ist Neudorf eine Sonderwirtschaftszone, wo neben schwedischen Electrolux-Waschmaschinen deutsche Kühlschränke der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH gebaut werden.

Zurück in die Politik

Inzwischen sind Deutschstämmige auch in der russischen Politik mit dabei. Der bekannteste Russlanddeutsche ist wahrscheinlich German Gref, ehemaliger Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel, heute Chef der Sberbank. Weitere politische Mitstreiter deutscher Abstammung sind die beiden Gouverneure Eduard Rossel, Jekaterinburg und Viktor Kress, Tomsk.